Neues und Bewährtes auf Störtal
Islandpferde-Züchtertag in Ehndorf
Pressemitteilung - 29.05.2009: Eine rasseübergreifende Zuchtschau bewährte sich erneut in Ehndorf bei Neumünster:
Das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg und das Islandpferdezentrum Störtal
organisierten gemeinsam den Zuchttag in Ehndorf.
Der Prüfungsreigen begann mit den Materialprüfungen für Jungpferde, in denen 17 Stuten und 16 Hengste starteten. Diese Prüfungen wurden teilweise von den Züchtern genutzt, um ihre Stuten gleichzeitig zur Stutbuchaufnahme vorzustellen. Bedingt durch die hohe Qualität der vorgestellten Stuten erreichten bereits hier einige die Zulassung zur Eliteschau am 4. Juli in Padenstedt.
Erstmalig war in diesem Jahr ein Körtermin für Hengste in diese Zuchtveranstaltung integriert. Damit sollte den Islandzüchtern die Möglichkeit gegeben werden, die für die Zuchtzulassung erforderliche Jungpferdebeurteilung und die Eintragung in das Hengstbuch bei einer Veranstaltung erhalten zu können. Von den acht zur Körung angemeldeten Hengsten nahm jedoch nur ein Hengst an der zeitgleichen Jungpferdebeurteilung teil. Die anderen Köraspiranten brachten ihre bereits im Vorjahr auf verschiedenen Plätzen erreichten Jungpferdebeurteilungen mit. Alle Hengste eines Körtermins an einem Ort zur gleichen Zeit in einer Jungpferdeprüfung beurteilen zu können wurde dadurch leider nicht erreicht. Eine Vergleichbarkeit der Hengste durch Züchter, Aufzüchter und nicht zuletzt durch die Kommission wird dadurch erheblich erschwert.
Die Veranlagungsprüfung für fünfjährige und ältere Islandpferdestuten hat sich bereits im zweiten Jahr bewährt. Diese 2008 erstmalig in dieser Form gestartete Beurteilung hat in der Entstehung für viele Diskussionen - und wegen wechselnder Zustimmung und Ablehnung - auch zu Irritationen geführt.
Ziel dieses durch das Pferdestammbuch SH/HH und seine Züchter initiierte Pilotprojekt ist es, durch vereinfachte Vorstellungsmöglichkeit eine größere Anzahl eigenleistungsgeprüfter Zuchtstuten zu bekommen. Eventuelle Unzulänglichkeiten in der Vorbereitung der Stuten können in diesem Verfahren durch den Einsatz erfahrener Fremdreiter kompensiert werden, die in der Lage sind, vom Sattel aus eine fundierte Feststellung über die natürlichen Veranlagung der Stute zu treffen.
Der Einsatz dieser Fremdreiter hat in Hengst- und Stutenleistungsprüfungen anderer Rassen bereits zu sehr guten Ergebnissen geführt und eine hohe Akzeptanz in der Züchterschaft erreicht.
Dieser Veranlagungstest stellt in keiner Weise eine Konkurrenz zu bestehenden Prüfungsformen zum Beispiel der FIZO dar. Es wirkt im Gegenteil bei einigen Züchtern als Initialzündung, da diese die erfolgreiche Teilnahme am Pilotprojekt als Einstieg dafür sehen, ihre Stute anschließend in FIZO-Wettbewerben vorzustellen.
Die vorgestellten Stuten wiesen insgesamt eine hohe Grundqualität auf, die sich auch in dem Notenniveau widerspiegelt. Imponierend war hier auch die Vorstellung einiger Stuten durch junge Nachwuchsreiterinnen, die ihr Pferd mit viel Gefühl in den verschiedenen Gangarten präsentierten. Dieses sollte unserem Züchter- und Reiternachwuchs Mut machen, ihre jungen Stuten in dieser Prüfung zu testen.
Hinweis: Dieser Artikel stammt aus dem Online-Magazin Pferdekurier und ist dort unter der URL www.pferdekurier.de/artikel--lesen--708.html veröffentlicht.
Bitte verwenden Sie für Zitate oder Links zum Artikel diese URL.