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Berber

Ursprung

Die Heimat des Berbers ist Nordafrika, genauer die drei Maghreb-Staaten Tunesien, Algerien und Marokko. Jedoch findet man auch in den angrenzenden Staaten wie Mauretanien und Libyen Araber-Berber und Berber. Das riesige Zuchtgebiet bietet den Pferden einen sehr  unterschiedlichen Lebensraum. Fruchtbare Täler gehören ebenso zu den Verbreitungsgebieten wie Hochebenen und Gebirge. Weiter im Süden in wüstenähnlichen Gegenden findet man hingegen eher Kamele, da dort die Futtergrundlage für Pferde fehlt.

Zuchtgebiet(e)

  • Nordafrika

Allgemeines zur Pferderasse

Der Berber ist wie der Araber ein Wüstenpferd und stammt aus Marokko. Er führte durch viele Epochen hindurch seine Reiter zum Kampf. Da das Berberpferd auch eine Veranlagung zur Hohen Schule und Dressur hat, war er auch bei den Reitmeistern in der Renaissance gefragt.

Exterieur

  • Solides Gebäude
  • Harmonischen Linien der runden Kruppe
  • Ausstrahlung des Arabers
  • sehr weiche, fließende Gänge
  • Für Menschen mit empfindlichen Rücken
  • Stockmaß 150 cm – 160 cm
  • Kräftiger Bau
  • Idealen Partner für größere oder schwerere Reiter

Interieur

  • Zutraulich
  • Wachsam
  • Nahezu unerschrocken
  • Treu
  • Unerschütterliches Gemüt
  • Bodenständig
  • Leistungsbereit
  • Für anspruchsvolle Freizeitreiter + Turniersport

Zuchtgeschichte

Das Berberpferd gehört zu den ältesten Pferderassen der Welt. Bereits vor 4.000 Jahren wanderten unterschiedliche Bevölkerungsgruppen nach Nordafrika ein. Sie brachten ihre Pferde wie Mongolen und Tarpan mit, formten unter den harten Lebensbedingungen das nordafrikanische Pferd, die Urform des Berbers. Seine Bezeichnung erhielt er von den Griechen, die Numidier und Libyer im antiken Afrika kannten diesen Begriff für ihre Pferde nicht. Als alte Kriegs- und Jagdpferde zeichneten diese Pferde bereits die Eigenschaften aus, die wir heute noch schätzen: Nervenstärke, Robustheit und Treue.

Die Pferde der Numidier waren geschätzt von den Karthagern, zogen mit Hannibal nebst Elefanten über die Alpen, eroberten Troja und waren an vielen Schauplätzen der damaligen Welt beliebt und gefürchtet. Es waren lange Jahrhunderte die einzigen brauchbaren Reitpferde, die man besaß. In Europa kannte man zu der Zeit nur schwere, kaltblutverwandte Pferde vor dem Wagen. Erst Jahrhunderte später bekamen die arabischen Pferde Bedeutung, etwa 500 n. Chr. als Mohamed der Prophet die Pferdezucht fest im Koranverankerte.  Da waren die Berber bereits seit fast 2.000 Jahren bekannt.

Während der islamischen Eroberung im 7. und 8. Jahrhundert wurden Berber wahrscheinlich mit Arabern gekreuzt. So züchtete die Bevölkerung in Nordafrika schon vor über 1000 Jahren die ersten Araber-Berber. Durch gezielte Kreuzung erhielt man eine eigene Rasse, die auf unvergleichliche Weise die Vorteile dieser beiden Ursprungsrassen verbindet.

Araber-Berber vereinen den Mut, die Nervenstärke, Robustheit und Treue des Berbers mit der Schnelligkeit, Ausdauer und Schönheit des Araberpferdes.   Der reine Berber wurde so fast verdrängt und gilt heute als vom Aussterben bedroht.

Der Berber hat nahezu alle Pferderassen der Welt beeinflusst, am meisten das andalusische Pferd während der 700 Jahre dauernden Herrschaft Nordafrikas über Südspaniens, die von den Spaniern gern unter den Tisch gekehrt wird.
Mit Christoph Kolumbus kamen sie in die neue Welt und stellen die entfernten Vorfahren nahezu aller latein- und nordamerikanischen Pferderassen dar.

Foto-Galerie

Quelle(n)

Fotos: www.Berber-online.de

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