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Hannoveraner

Ursprung

Sportpferd, welches in ganz Niedersachsen mit Ausnahme von Oldenburg gezüchtet wird.

Die Anfänge der gezielten Zucht lassen sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Hannoveraner wurde für die Landwirtschaft und für den Militärdienst gehalten und gezüchtet. Pferdezucht in Hannover war eine wesentliche Existenzgrundlage der Bauern. Großen Einfluss hat hier die Gründung des Landgestütes 1735, mit der die zentrale Registrierung von Bedeckungen und Abfohlungen eingeführt wurde.

Zuchtgebiet(e)

  • Deutschland
  • Weltweit

Allgemeines zur Pferderasse

Gezüchtet wird der Hannoveraner als Rasse, die für den Reitsport besonders geeignet ist. Es werden Pferde angestrebt, die auf Grund ihrer inneren Eigenschaften, der Rittigkeit, ihres äußeren Erscheinungsbildes, des Bewegungsablaufs, der Springveranlagung und der Gesundheit als Leistungs- und Freizeitpferd geeignet sind.

Exterieur

  • Edler, tockener Kopf
  • Große, aufmerksame Augen
  • ruhiger Blick
  • Große Nüstern
  • Deutlich ausgeprägte Maulspalte
  • Leichte Ganasche
  • Hals genügend lang, günstig bemuskelt, Verjüngung zum Kopf hin
  • Leichtes Genick
  • Lange, schräge Schulter
  • Markanter, weit in den Rücken reichender Widerrist
  • Leicht nach unten Geschwungene Rückenlinie
  • Lange, geneigte, muskulöse Kruppe
  • Trockenes, gut bemuskeltes Vorderbein
  • Ausgeprägte Gelenke
  • Elastische, mittellange Fessel
  • Gut getragener Schweif

Interieur

  • Intelligen
  • Umgänglich
  • Sensibel
  • Unkompliziert
  • Ausgeglichen
  • Nervenstark
  • Wach
  • Lernfähig
  • Mutig
  • Einsatzfreudig
  • Hohes Leistungsvermögen

Zuchtgeschichte

1735 wurde das niedersächsische Landgestüt Celle gegründet. Seit 1949 gibt es die berühmten Auktionen in Verden/Aller.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden vermehrt Vollblut- und englische Halbbluthengste zur Veredelung des „Hannöverschen Pferdes“ eingesetzt. Nach 1870 erfolgte die Konsolidierung der Zucht unter Berücksichtigung der einheimischen Stämme, bei der die Kutsch- und Militäreignung des Hannoveraners im Vordergrund stand. In diese Zeit fällt die Gründung des Hannoverschen Stutbuches 1888, dem Vorgänger unseres heutigen Verbandes.

Die Gründung des Verbandes hannoverscher Warmblutzüchter 1922 durch den Zusammenschluss der Züchter schaffte die Voraussetzung für eine zentral gelenkte, einheitliche züchterische Bearbeitung und Auswertung aller erfassten Zuchtvorgänge.

Während in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen besonderer Wert auf die Nutzung in der Landwirtschaft gelegt wurde, kam es nach dem zweiten Weltkrieg zur Umstellung und Neugestaltung der Hannoveraner Zucht.

Vor allem durch den Einsatz von Trakehnern und Vollblütern wurde der Hannoveraner erneut veredelt und wurde zu dem, was er heute ist: Ein rittiges, edles, großliniges und korrektes Warmblutpferd, das als Sport und Freizeitpartner auf der ganzen Welt geschätzt wird.

Quelle(n)

Hannoveraner Verband: www.hannoveraner.com
© Tosca Süto, www.equine-photo.de

Foto-Galerie

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