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Karabagh

Ursprung

Das Verbreitungsgebiet der Karabaghen war hauptsächlich in Aserbeidschan, die besten besaßen die dortigen Fürsten, die Chane und Beken. Aber es gab auch gute Karabaghen in Georgien und Armenien. Anhand der Stutbücher anderer Gestüte wurden diese Pferde auch im Nordkaukasus sowie in vielen Gestüten in Südrußland zur Veredelung eingesetzt. Sie hatten großen Einfluß auf die Entstehung des Donpferdes. Ebenso wurden sie bei der Entwicklung der Tersker und Orlow – Traber eingesetzt.

Zuchtgebiet(e)

  • Azerbaidshan

Allgemeines zur Pferderasse

Das Ende des 19. Jahrhunderts ist auch der Beginn des qualitativen und quantitativen Untergangs der Karabaghen. Das war hauptsächlich durch den massenhaften Verkauf der besten Pferde ins Ausland geschehen. Betroffen davon war auch die Rasse der Dillbosker, über die wir leider noch keine Informationen haben. Eingekauft haben besonders, wie schon erwähnt, 1823 die Engländer, eine große Anzahl der Pferde wurde auch 1826 nach Persien exportiert. Aber auch die fehlende medizinische Versorgung der Herden, die Verkleinerung der Weiden, ausgelöst durch die Entwicklung in der Landwirtschaft und der produktiven Tierzucht und nicht zuletzt der 1. Weltkrieg sorgten für den Verfall. Doch auch die Kollektivierung und die Revolution taten ihr Ihriges dazu.

Exterieur

  • Trockener, solider Körperbau
  • Schöner Kopf
  • Große ausdrucksstarke Augen
  • Mittellanger, hoch angesetzter Hals
  • Mittlerer Widerrist.
  • Gut Muskulöser Rücken + Kreuz
  • Gut entwickelte, runde Kruppe
  • Breite Brust + Körper
  • Trockene Beine
  • Gut entwickelte Sprunggelenke
  • Kleine Hufe mit kräftigem Horn
  • Gut entwickelte Muskulatur

Interieur

  • Energisch

Zuchtgeschichte

Die Zucht und Nutzungsvorzüge der Karabaghen wurden von den Zeitgenossen hochgeschätzt. Vertreter der Rasse wurden ausgestellt auf den allrussischen Pferdemessen in den Jahren 1866, 1869, 1872. 1867 wurde der Karabaghhengst „Chan“ in Paris bei der Weltausstellung mit der Silbermedaille ausgezeichnet.
1956 überreichte die sowjetische Regierung der Königin von England den goldfalben Karabaghhengst `Zaman` als Geschenk. Leider wurde sein Wert in Großbritannien nicht erkannt und er wurde nicht besonders stark zur Zucht eingesetzt. Das Ende des 19. Jahrhunderts ist auch der Beginn des qualitativen und quantitativen Untergangs der Karabaghen.
Das war hauptsächlich durch den massenhaften Verkauf der besten Pferde ins Ausland geschehen. Aber auch die fehlende medizinische Versorgung der Herden, die Verkleinerung der Weiden, ausgelöst durch die Entwicklung in der Landwirtschaft und der produktiven Tierzucht und nicht zuletzt der 1. Weltkrieg sorgten für den Verfall.
Nach der Regierungsübernahme durch die UDSSR hat die Zucht der Karabaghen eine planmäßige Entwicklung erhalten. Prof. Kalugin gelang es 1926 – 1928 den Viehbestand zu zählen. Er schrieb über diese Rasse, “ über die so viel geredet wurde und wird“, dass sie nicht mehr existiert. Leider wurden durch diese Meinung einige der durch das landwirtschaftliche Vorkommisssariat gesichteten und für rassetypisch befundenen Zuchthengste, wie z.B. „Bala“, „Majmun“, „Nadir“, die Söhne Nadirs , „Nadir II“ , und „Nochta“ nicht in vollem Umfang eingesetzt. Es wurden aber die Pferde nochmals gesammelt und beurteilt.
22 Stuten mit Nachwuchs zogen dann als rassetypisch am 13.5.1948 in das provisorische Gestüt. Das Gestüt wurde dann endgültig in ein Dorf 8 km von Agdam gelegt. Das Gelände kam dem Ursprungsgebiet der Karabaghen am nächsten. Vorher wurden die Pferde noch einmal von Zootechnikern, einer Spezialkommission, beurteilt und gebrannt, den Pferden wurden Namen gegeben. Auf die linke Schulter kam die Inventarnummer, auf die linke Hüfte das Geburtsjahr bei den jungen Pferden, bei den Stuten nur die Inventarnummer. Sie wurden fotografiert und es entstand ein Album.
Das Gestüt zur Zucht und Verbesserung der Karabaghen war gegründet, es fehlte nur ein passender Hengst und so deckte 1948 ein goldbrauner Donhengst.
Im November wurden drei arabische Hengste gekauft : „Kontingent“ v. „Korej“, „Kadmi“, „Parol“, die 1949 in Deckeinsatz gingen. Von 1950 – 1961 hat sich das Gestüt weiterentwickelt , weitere neu entdeckte Karabaghen kamen hinzu. Im September 195o hat das Gestüt Agdam vom Vollblutarabergestüt in Tersk drei goldrote arabische Hengste gekauft .
„Kadmi II“ , „Sophist II“ , „Korf II“, sowie den Tersker „Tuman“. Sie gingen 1951 in Deckeinsatz, im Gestüt befanden sich zu der Zeit 110 Pferde, davon 99 Stuten. Nach der Geschichte der Karabaghen wollen wir uns jetzt das Zuchtziel der Karabaghen ansehen.
Der Karabagh ist ein typisches Hochgebirgsreitpferd . Die schöne Farbe und der harmonische Körperbau unterscheiden ihn von örtlichen und anderen Rassen.

Quelle(n)

www.karabagh.de

Foto-Galerie

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