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Kentucky Mountain Saddle Horse

Ursprung

Das KMSH/SMH ist ein sehr vielseitig einsetzbares Pferd. Da es ein ruhiges Temperament aufweist, kann es das Pferd der ganzen Familie sein. Denn das war es schon immer: Papa bestellte mit dem Pferd das Feld, die Kinder ritten zur Schule oder zum Badeteich und Mama fuhr sonntags mit diesem Pferd vor der Kutsche zur Kirche.
Durch seine sehr angenehm zu sitzenden Gänge bietet es sich als Reitpferd für rückengeschädigte und ältere Reiter an.
Auch im Westernreiten (aus der Arbeitsreiterei entstanden) ist es einsetzbar.
Es ist, bedingt durch seine Abstammung von Gebirgspferden, ein trittsicheres Geländepferd und eignet sich daher als Wanderreitpferd.
Das KMSH/SMH ist in seiner Vielseitigkeit also kaum zu überbieten.

Zuchtgebiet(e)

  • Deutschland
  • USA

Exterieur

  • Kompakt
  • Gut bemuskelt
  • Nicht allzu schwerknochig
  • Kräftige Rückenlinie
  • Runde Kruppe
  • Attraktiver, ansprechender Kopf + Gesicht
  • Natürlich angesetzter Schweif
  • Farben: alle
  • Stockmaß: 112 – 143 cm(Klasse A) ; ab 1,44 cm(Klasse B)

Interieur

  • Arbeitswillig
  • Ruhig
  • Freundlich
  • Menschbezogen
  • Nervenstark

Zuchtgeschichte

Als Urahn des KMSH und des SMH gilt der Narragansett Pacer, der schon 1676 (in sicherer Quelle erwähnt) in den USA vorkam. Dieser breitete sich westwärts mit den Siedlern aus und isolierte sich in der Appalachen-Region östlich von Kentucky.
Im späten 18ten Jahrhundert galt er als ausgestorben, lebt jedoch im ersten Typus der heutigen Mountain Horse Rassen weiter. Dieser Typus ist klein, stark bemuskelt, kurzrückig, raumgreifend und stark gangveranlagt.

Ende des 17ten Jahrhunderts erfolgten Einkreuzungen mit regionalem Pferdebestand. Daraus entwickelte sich das American Horse.

In den Anfängen des 18ten Jahrhunderts wurden zusätzlich Thoroughbreds eingekreuzt, die Siedler aus England importiert hatten. So entstand das American Saddle Horse. Dieses elegantere Pferd hatte die Größe des Thoroughbreds, längere Beine und einen längeren Hals. Es behielt allerdings die Gangveranlagung des Narragansett Pacers bei.

Bis ins späte 19te Jahrhundert hatte das American Saddle Horse das Aussehen des heute noch vorkommenden zweiten Typus der Mountain Horse Rassen. Es war langbeiniger, langhalsiger und größer. Im amerikanischen Sezessionskrieg (1861 -1865) wurde es von Offizieren beider Seiten geritten.

Anfang des 20ten Jahrhunderts wurde aufgrund einer Showregel-Änderung plötzlich gefordert, dass das American Saddle Horse außer in den „leichten Gängen“ auch im Trab vorzustellen war. Darauf hin  wurde wiederholt und verstärkt Thoroughbred eingekreuzt. So entstand das American Saddlebred, welches noch heute eine wesentlich stärkere Trab-Genkomponente trägt.

Die heutigen Mountain Horses gliedern sich noch immer in zwei Typen:
der kleine, starkbemuskelte, kurzrückige, raumgreifende und stark gangveranlagte Typ
  (Erscheinungsbild wie Narragansett Pacer)
– der größere, elegantere Typ mit längeren Beinen und längerem Hals
  (Erscheinungsbild wie frühes American Saddle Horse vor der Showregel-Änderung)

Die Kentucky Mountain Saddle Horse Registratur für die Klasse A (Pferde im Stockmaß ab 1,44 m) wurde 1989 eröffnet.
Die Registratur für die Klasse B (Pferde im Stockmaß von 1,12 m bis 1,43 m) wurde im Jahre 1992 hinzugefügt.

Bedeutende Hengste in der Linie der KMSH/SMH sind „Tobe“ (Sam Tuttle Stock = Zuchtbestand des Sam Tuttle) und Tobe’s Sohn „Old Tobe“ (geb. 1927), der die Farbe Chocolate/Flax trug. Zusammen mit der Tuttle-Stute „Nance“ brachte er den Hengst „Kilburn’s Chocolate Sundown“ (geb. 1970) hervor, der noch heute in vielen Pedigrees mindestens einmal vorkommt.

Quelle(n)

KMSHA Peter Rellstab Pfalzhof/Dohm 54647 Dudeldorf

Foto-Galerie

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