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Knabstrupper

Ursprung

Der Knabstrupper findet seinen Ursprung in Dänemark und ist die nachweislich älteste Pferderasse Dänemarks.

Zuchtgebiet(e)

  • Dänemark

Allgemeines zur Pferderasse

Im Laufe der Jahre ging viel von dem Barockpferd durch Fremdeinkreuzung verloren,
einzig die besondere Farbe blieb erhalten.
Diese ungewöhnlichen Färbungen sind auch das, was man oftmals mit einem Knabstrupper verbindet – halt ein Pippi-Langstrumpf-Pferd …

Exterieur

  • Starkes Fundament
  • Trockene Gelenke.
  • Stockmaß: 155 cm +/- 10 cm
  • Gut geformte, harte, gestreifte/helle Hufe
  • Dickes Langhaar
  • Mittellanger, kräftiger Kopf
  • Leichte Ramsnase
  • Kräftiger, kurzer, gut bemuskelter Hals mit breitem Ansatz
  • Schwach ausgeprägter Widerrist
  • Breite Brust
  • Kräftiger Rücken
  • Gut abgerundete „Melonen-Kruppe“
  • Ausgeprägte Bemuskelung
  • Menschenauge
  • (man kann erkennen, wohin das Pferd gerade sieht und außerdem deutet es auf seine hohe Intelligenz hin.)

Interieur

  • Sehr gelehrig
  • Intelligent
  • Personenbezogen
  • Stur
  • Eigenwillig
  • Schwierig
  • Ehrlich
  • Ruhig
  • Nervenstark
  • Ausgeglichen
  • Kinderlieb
  • Fürsorglich.

Zuchtgeschichte

Der Knabstrupper findet seinen Ursprung in Dänemark und ist die nachweislich älteste Pferderasse Dänemarks.
Er ist als Nachfahre der Frederiksborger Rasse zu betrachten, die ihre Blüte während der Barockzeit (16.-17. Jahrhundert) hatten.
Somit kann man den eigentlichen, klassischen Knabstrupper als typisches europäisches Barockpferd einstufen.
Das Königlich-Frederiksborger Gestüt wurde ca. 1536 auf dem Gelände des Klostergestüts Esrom von König Frederik II gegründet.
Bereits 1660 wird das erste Mal ein getigerter Hengst beschrieben.
Aber auch die weißgeborenen Pferde waren sehr begehrt, vor allem da sie dominant Farbe vererben.
Auch als sehr alte Pferde wurden die Weißgeborenen noch für viel Geld verkauft, und zu den Auktionen kamen Adelige aus aller Welt.
1671 blüht hier eine beliebte Zucht von Tigerschecken, die stark von spanischen Pferden geprägt waren.
Durch einen spanischen Hengst namens Superbe im Jahr 1683 bekam die Zucht ihren Ursprung.
Sie hießen zunächst also nicht Knabstrupper, sondern Frederiksborger.
Im Jahr 1750 war der züchterische Höhepunkt erreicht.
Im Jahre 1771 wurde ein weißgeborener Hengst namens Pluto nach Österreich verkauft,
wo er einer der ersten Linien Begründer der heutigen Lippizaner wurde.
Aber nicht nur Hengste seien in Bezug auf die Lippizanerzucht erwähnt, auch Stuten,
so z.B. die Fredericksborger Stute Deflorata, welche eine Stammstutenbegründerin wurde.
Um 1800 herum verlor der Glanz der barocken Fredericksborger gegenüber leichteren Pferden.
Die Modeerscheinung Vollblut veränderte leider auch die Fredericksborger und man verlor das Zuchtziel aus den Augen.
Bemerkte man die Fehler dieser Mischpferde bei den Lippizanern schnell, war in Dänemark leider keine Umkehr zu erreichen.
Es erfolgte der Niedergang des Gestüts.

1798 übernahm Major Villars Lunn das Gut Knabstrupgaard von seinem Vater.
Er kaufte Frederiksborger Stuten, um mit ihnen das altbewährte Frederiksborger Pferd weiterzuzüchten.
Er achtete auf Härte und Leistungsbereitschaft und vor allem auf relativ ähnliche Pferdetypen.

1812 kaufte V. Lunn eine Stute wegen ihrer Schönheit und erwiesenen Belastbarkeit.
Diese Stute wurde „Flaebehoppen“ (Flaebes Pferd) nachihrem Vorbesitzer genannt.
Dieser Herr Flaebe hatte sie einem spanischen Offizier,
der während der Napoleonischen Kriege wohl in Mecklenburg stationiert war,abgekauft.

Sie war ein auffallendes Tier: Obwohl aus einer spanischen Zucht stammend,stand sie im Typ eines englischen Hunters.
Schönheit und Qualität sollen in ihr vereint gewesen sein, zusammen mit einer unvergesslichen Färbung.
Sie wurde als dunkelroter Zobelfuchs mit weißer Mähne und Schweif beschrieben.
Ihr Fell war stark mit kleinen weißen „Schneeflocken“ gesprenkelt und mit braunen Flecken auf ihrem Rücken.
Sie wurde die Stammutter und Gründerin der Knabstrupperzucht auf Knabstrupgaard.

Da Major Lunn helle Pferde liebte, ließ er Flaebehoppen zuerst von einem isabellfarbenen Frederiksborger Hengst decken.
Das 1813 geborene Hengstfohlen, „Flaebehingsten“ genannt, wurde der Stammvater aller gescheckten Knabstrupper Pferde.
Seine Farbe soll genauso ungewöhnlich gewesen sein wie die seiner Mutter:
Eher isabellfarben als fuchsfarben, soll sein Haarkleid 21 verschiedene Farben und Schattierungen und einen starken „Metallglanz“ aufgewiesen haben.
Bemerkenswert ist, daß kein Fohlen von Flaebehoppen einfarbig war, und alle ungewöhnliche Farben zeigten.

Foto-Galerie

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