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Orlow Traber

Allgemeines zur Pferderasse

Die Traberzucht hat in Russland eine sehr lange Tradition, noch heute sind Besuche der Trabrennbahn sehr beliebt bei der Bevölkerung. Eine der bekanntesten, ältesten und beliebtesten Rassen der ehemaligen Sowjetunion ist der Orlow Traber, benannt nach seinem Züchter Graf Alexej Grigorjewitsch Orlow-Tschesmenski.

Zuchtgebiet(e)

  • Sowjetunion

Exterieur

  • Leicht gewölbte Stirn
  • Orientalischer Nasenrücken
  • Mittellanger, schön geschwungener Hals
  • Muskulöser Rücken; Kruppe
  • Gerade Schultern
  • Üppiges Langhaar
  • Stockmaß: 160 – 165 cm

Interieur

  • Grob
  • Langlebig
  • Fruchtbar
  • Widerstandsfähig
  • Lebhaft
  • Ehrlich
  • Ausdauernd

Zuchtgeschichte

Graf Orlow begann im Jahre 1775 nach einer Pferderasse zu suchen, die ihn, da er etwas zu schwerfällig für das Reiten geworden war, trotzdem schnell und standesgemäß fortbewegen konnte. Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes erwarb er für 60 000 Rubel den arabischen Silberschimmelhengst Smetanka. Aus der Verbindung mit einer mausfalben, dänischen, (vermutlich andalusischen) Stute aus dem Gestüt Frederiksborg erhielt er 1978 daraus den Hengst Polkan 1. Er sollte als einzigen Mangel die knappe Schulterfreiheit gehabt haben und wurde mit einer friesischen Harddraver Rappstute gepaart. Da das Gestüt Ostrowo in der Nähe von Moskau sich als ungeeignet erwies, zog Graf Orlow mit seinen Pferden um auf das Gestüt Chrenowoje, in der Region Woronesch, die er als Geschenk von Zarin Katharina erhalten hatte. Leider war Smetanka aber zu dieser Zeit bereits tot. Er hatte in Ostrowo nur eine einzige Decksaison überlebt. Aus der Anpaarung Polkan 1 mit der holländischen Stute entstand 1784 das Schimmelhengstfohlen Bars 1, das diesen Mangel nicht hatte und als Stammvater der Orlow Rasse gilt. Er wird beschrieben als ein „schönes, großes, starkes, korrektes Pferd mit vorzüglicher, leichter, raumgreifender Trabaktion“ (Jasper Nissen, Enzyklopädie der Pferderassen, Band 3, S. 345). In den nächsten 17 Jahren wurde dieser Hengst vermehrt in Chrenowoje eingesetzt, um die positiven Merkmale zu festigen. Es wurden aber auch noch dänische, holländische, Norfolk- und Vollblutstuten in der Zucht eingesetzt, um die durch die Inzucht verlorenen Eigenschaften wie Größe und Kaliber wieder in die Rasse zu bringen.

Quelle(n)

http://www.karabagh.de/

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