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Pfalz-Ardenner

Ursprung

Der Pfalz- Ardenner ist eine vergleichsweise junge Pferderasse, die um 1900 entstand. Die züchterische Basis der Rasse Pfalz- Ardenner war und ist auch heute noch durch Zuchttiere der französischer Kaltblutrassen, wie insbesondere Lothringer, Comtois und Ardenner, sowie durch Belgier, Rheinisch Deutsches Kaltblut und Bayrisches Kaltblut gekennzeichnet.
Die Reinzucht war von Beginn an kein Dogma.
Das Zuchtbuch des Pfalz- Ardenner ist seit jeher offen gewesen. In den nunmehr zurückliegenden rund 100 Jahren Pfalz- Ardenner- Zucht im Zuchtgebiet Rheinland- Pfalz- Saar orientierte sich die züchterische Arbeit klar am Zuchtziel und nutzte die Vorzüge der genannten Rassen, um zu einem Kaltblüter zu kommen, der gefragt und somit verkaufbar ist.
Bei der Hereinnahme der Veredlerrassen ist dem Erhalt zu rassenspezifischen Merkmale des Pfalz- Ardenners in besonderem Maße Rechnung zu tragen. Vor dem Hintergrund der Konsolidierung der Rasse des Pfalz- Ardenners sieht das aktuelle Zuchtprogramm vor, dass ab dem Geburtsjahrgang 2008 ein Pfalz- Ardenner mindestens ein Elternteil der Rasse Pfalz- Ardenner vorweisen muss.

Zuchtgebiet(e)

  • Deutschland
  • Östereich

Exterieur

  • Korrekte Bewegungen
  • Raumgreifender Schritt
  • Energischer, schwungvoller Trab
  • Kaltblutpferd im mittleren Rahmen
  • Ausdrucksvoller, kleiner, trockener Kopf
  • Kleine Ohren
  • Wache Augen
  • Gut angesetzter Hals
  • Breite, tiefe Brust
  • Große, schräge Schulter
  • Gut bemuskelte, lange Kruppe
  • Stark bemuskelte Hinterhand
  • Starkes Fundament
  • Trockene, klare Gliedmaßen
  • Korrekte, harte Hufe
  • Schönes Langhaar
  • Wenig Behang
  • Alle Farben
  • Stockmaß: 157-160 cm

Interieur

  • Unkompliziert
  • Guter Charakter
  • Ruhiges Temperament
  • Vielseitig verwendbar
  • Arbeitspferd für Land- und Forstwirtschaft und Freizeit

Zuchtgeschichte

Die Wurzeln des bodenständigen „Pfälzer Ardenners“ reichen bis in das 17. Jh. und zu dem durch Normänner und Ardenner verstärkten Landschlag der Pfälzer Bauern zurück. Schon früh traten die 1896 gegründete Kaltblutgenossenschaft Südpfalz und der 1906 gegründete Pferdezuchtverein Pfalz, der 1906 auch das Stutbuch für den Rhein.- deutsch Kaltblüter eröffnete, für die Reinzucht ein, um mit dem vorhandenen unterschiedlichem Stuten- und Hengstmaterial Kaltblüter von absoluter Homogenität und Konformität zu züchten. Dies gelang erst so recht, als im Zweiten Weltkrieg im Landgestüt Zweibrücken auch Ardennerhengste aufgestellt wurden, die den Rassetyp des Pfalz-Ardenner-Kaltblutpferdes entscheidend prägten. Bekannte Vererber in den 50er und 60er Jahren waren die Hengste IIehlerI v. Successcur d’Horse, Gaburdin v. Gullus, Artist v. Gambin de Forest u. a. Die Motorisierung führte zum starken Rückgang des Zuchtbestandes. 

Quelle(n)

CM-Westernreiten.de Petra Seifert

Foto-Galerie

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