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Polesskaja

Allgemeines zur Pferderasse

In der westlichen und östlichen Polessje wurde diese Rasse unterschiedlich gezüchtet. In der Ostpolessje wurden früher andere Rassen eingekreuzt, deshalb gibt es heute  fast kein typisches Polessjes -Pferd mehr.

Exterieur

  • Kompaktes Rechteckpferd im Ponytyp
  • Gut entwickelte Rumpftiefe
  • Breiter kräftiger Körperbau
  • Relativ kurze Beine
  • Kräftiger Rücken
  • Trockene Sehnen und Gelenke
  • Mittelgroßer Kopf
  • Gerades Nasenprofil
  • Wölbung in der Gegend der Nasenwurzel
  • Hals mittlerer Länge
  • Gerade aufgestellter Widerrist
  • Verhältnismäßig breite und tiefe Brust
  • Großer Brustumfang
  • Mittellanges und steiles Schulterblatt

Interieur

  • Fruchtbar
  • Gesund
  • Ausdauernd

Zuchtgeschichte

Im Altertum besiedelten slawische Stämme die Polessje. Das Pferd, das diese Stämme gezüchtet haben, gehörte zu den Waldtypen, wozu auch das Zhmudische (oder schmudische) Pferd zählt, das im Anschluß an das Polessje-Gebiet gezüchtet wird. Das Polessje-Pferd wurde lange Zeit hindurch unter knappsten Futterverhältnissen und bei extremer Nutzung gehalten, was zur Verringerung des Bestandes führte, aber gleichzeitig auch die Anpassungsfähigkeit, Robustheit und Zähigkeit dieser Rasse steigerte.
In der westlichen und östlichen Polessje wurde diese Rasse unterschiedlich gezüchtet. In der Ostpolessje wurden früher andere Rassen eingekreuzt, deshalb gibt es heute dort fast keine typischen Polessjes mehr, dafür haben andere Pferderassen die Gebiete erobert. Die dortigen Polesskajas sind größer und haben einen anderen Körperbau. Der Westteil der Polessje war durch Urwald, undurchdringliche Sümpfe, schlechte Wege nahezu unzugänglich. Deswegen konnten andere Pferderassen nur schwer in dieses Gebiet gelangen und damit auch keinerlei Einfluß auf die vorhandene Polesskaja-Pferdepopulation nehmen.Bei den Polesskaja-Pferden unterscheidet man zwei Typen: 1) der massige Typ; hat im Durchschnitt eine breite und tiefe Brust und knochige kurze Beine. 2) der leichtere Typ: ist weniger kräftig, mit nicht so ausgeprägter Muskulatur und wurde deshalb auch weniger zur Arbeit genutzt. Zu diesem Unterschied zwischen den Typen kam es durch die Futterbedingungen: der erste Typ hat sich mit ausreichend und gutem Futter entwickelt, der zweite Typ mit geringem Futterangebot hat sich schlechter entwickeln können. Nach Überprüfung der Pferdezucht im Westgebiet Weißrußlands 1940 und im Westgebiet der Ukraine 1947 – 48 wurden die Materialien über die Ergebnisse der Kreuzungen des Polesskajas mit Arabern, vollblütiges Reitpferd, Gudbrandsdalern, russischem und sowjetischem Kaltblut gesammelt. Im Ternopolskoj-Gebiet wurden Polesskaja-Pferde mit Arabern gekreuzt, was für die Mehrzahl eine Verbesserung bedeutete: es entstanden kleine halbblütige und vollblütige Fohlen.

Quelle(n)

www.karabagh.de

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