Spanischer Mustang
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Spanischer Mustang

Zuchtgebiet(e)

  • USA

Allgemeines zur Pferderasse

Der Spanische Mustang half jenes Amerika zu erschaffen, das wir kennen. Das wilde Pferd des nordamerikanischen Westens ist der direkte Nachkomme der Pferde, mit denen spanische Conquistadoren die Neue Welt eroberten. Die Rasse, aus der Indianerponys, Kavalleriepferde und die legendären Ponyexpress-Pferde hervorgingen, kann auf eine lange und vielfältige Geschichte zurückblicken. Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts haben sich engagierte Züchter in den USA dem Erhalt dieser Pferde, die auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Rassen stehen, gewidmet. Der Spanische Mustang darf daher nicht mit dem amerikanischen Wildpferd verwechselt werden, das vom Bureau of Land Management (BLM) kontrolliert wird.

Exterieur

Die Pferde sind gut bemuskelt, haben einen kurzen Rücken und eine runde Kruppe mit tiefem Schweifansatz. Insgesamt wirken sie wohlproportioniert. Sie verfügen über eine gut ausgeprägte Gurtentiefe und eine schräg angesetzte Schulter mit relativ hohem Widerrist. Der „Spanische Kopf“ weist zuweilen eine Ramsnase auf, häufig finden sich aber auch gerade Linien. Die Ohren sind klein. Der Halsansatz ist gut, bei älteren Hengsten zuweilen sehr massiv. Spanish Mustangs haben eine schmale, aber tiefe Brust. Die Stellung der Vorderbeine ist häufig bodenweit.

Die Hufe sind sehr kräftig geformt mit dicken Wänden. Oft findet man den so genannten „Maultierhuf“, der wegen seiner nach oben gewölbten Sohle unempfindlich gegen Druck ist. Die Vorderröhren sind kurz und haben einen größeren Durchmesser als die vergleichbar kleiner Rassen. Der Unterarm ist lang. Raumgreifende, weiche Bewegungen zeichnen die Rasse aus. Viele Spanish Mustangs verfügen über mehr als drei Gangarten und gehen Pass oder Tölt.

Sie sind bemerkenswert genügsam und verletzen sich aufgrund ihrer natürlichen Geschicklichkeit und Vorsicht seltener als Pferde anderer Rassen.

Interieur

In ihrer Mentalität unterscheiden sie sich vom Hauspferd. Sie funktionieren nicht auf Knopfdruck und dulden keine Gewalt. Sie können jedoch enge Bindungen zu ihren Besitzern eingehen und sind dann sehr anhänglich. Hoch intelligent und mit einem angeborenen Überlebenssinn ausgestattet, begeben sie sich selten in gefährliche oder selbstzerstörerische Situationen. Sie verfügen noch über viele wichtige Instinkte, die ihnen einst ermöglichten, in der Wildnis zu überleben.

Zuchtgeschichte

Im 21. Jahrhundert gab es erstmals auch auf europäischem Boden – in Großbritannien – eine Nachzucht des Spanischen Mustangs. Mit den drei Pferden, die im März 2009 direkt aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland importiert werden, soll ein neues Kapitel in der Geschichte der Rasse aufgeschlagen werden: die Grundsteinlegung für eine Nachzucht auf dem europäischen Festland.

Quelle(n)

Katja Zinßler www.spanish-mustangs.eu

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